Maispreis in Lisboa
Aktueller Preis
251 EUR/mt
Anders als der südlich gelegene Alentejo liegt die Region Lissabon zwischen Portugals beiden Getreidegürteln — Weizen wächst vor allem weiter südlich, Mais vor allem weiter nördlich, weshalb der Bezirk Lissabon selbst historisch für keine der beiden Kulturen zentral war. Quelle: Land (MDPI).
In den letzten 12 Monaten lag der Preis zwischen 210 EUR/mt (Woche vom 29. Sept. 2025) und 255 EUR/mt (Woche vom 31. Aug. 2026), +17,8% gegenüber dem Vorjahr. Teurer als 19 von 33 weiteren meldenden EU-Märkten (Woche vom 14. Sept. 2026).
Preischart
Wie dieses Jahr im Monatsvergleich zum typischen Muster der letzten Jahre für die gewählte Region abschneidet.
Bemerkenswerte Preisereignisse
- Globale Nahrungsmittelkrise 2007/08 — Dürre in wichtigen Exportländern, kombiniert mit Exportbeschränkungen mehrerer Regierungen zum Schutz der Inlandsversorgung und wachsender Nachfrage nach Biokraftstoff-Pflanzen, trieb Weizen, Reis und Mais binnen etwa einem Jahr auf damalige Rekordpreise — und löste in über 30 Ländern Lebensmittelunruhen aus.
- US-Dürre im Mittleren Westen 2012 — Die schwerste US-Dürre seit über 50 Jahren ließ die Maisernte rund 13 % unter das Vorjahresniveau fallen und trieb Mais-Futures auf einen damaligen Rekord von über 8 $/Bushel — die teuerste landwirtschaftliche Katastrophe der US-Geschichte mit geschätzten 30 Milliarden Dollar Schaden.
- Afrikanische Schweinepest in China — Die Afrikanische Schweinepest vernichtete bis Ende 2019 schätzungsweise 40-55 % des chinesischen Schweinebestands — rund 250 Millionen Tiere —, verdreifachte die chinesischen Schweinefleischpreise und ließ die Nachfrage nach Mais und Sojaschrot als Futter einbrechen: ein seltener Fall, in dem eine Tierseuche die Getreidemärkte stärker bewegte als das Wetter in jenem Jahr.
- Russlands Invasion in die Ukraine — Russlands Invasion im Februar 2022 schnitt binnen weniger Tage zwei der weltweit größten Weizen- und Maisexporteure sowie den Großteil des Sonnenblumenölangebots ab, während Sanktionen und blockierte Schwarzmeer-Routen auch russische Düngerexporte trafen — die Preise für alle vier Rohstoffe schossen fast gleichzeitig in die Höhe, ein seltener Fall, in dem ein einzelnes Ereignis so viele Märkte auf einmal bewegte.
EU-Optionen sind die wöchentlichen Referenzpreise der Europäischen Kommission selbst. Wie Währungen, Einheiten und Inflation umgerechnet werden, steht unter Wie agri.markets Preise bezieht und berechnet.
Preistabelle
Aktuelle Preise
| Zeitraum | Preis (EUR/mt) | Veränderung |
|---|---|---|
| Woche vom 14. Sept. 2026 | 251 | -1,6% |
| Woche vom 7. Sept. 2026 | 255 | +0,0% |
| Woche vom 31. Aug. 2026 | 255 | +2,0% |
| Woche vom 24. Aug. 2026 | 250 | +3,3% |
| Woche vom 17. Aug. 2026 | 242 | +1,7% |
| Woche vom 10. Aug. 2026 | 238 | -0,4% |
| Woche vom 27. Juli 2026 | 239 | +0,0% |
| Woche vom 20. Juli 2026 | 239 | +0,0% |
| Woche vom 13. Juli 2026 | 239 | +3,2% |
| Woche vom 6. Juli 2026 | 231,5 | +1,5% |
| Woche vom 29. Juni 2026 | 228 | +0,9% |
| Woche vom 22. Juni 2026 | 226 | +2,7% |
Jahresdurchschnitte
| Jahr | Durchschnitt (EUR/mt) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2026 (bisher) | 229,38 | +1,6% |
| 2025 | 225,68 | +2,5% |
| 2024 | 220,19 | -14,1% |
| 2023 | 256,45 | -25,1% |
| 2022 | 342,38 | +30,4% |
| 2021 | 262,55 | +36,5% |
| 2020 | 192,29 | +7,6% |
| 2019 | 178,73 | +1,1% |
| 2018 | 176,85 | +1,1% |
| 2017 | 174,9 | -1,7% |