Maispreis in Wels
Aktueller Preis
252,5 EUR/mt
Wels liegt im Herzen Oberösterreichs, das nur rund ein Fünftel der österreichischen Ackerfläche bewirtschaftet, aber etwa ein Viertel bis gut ein Viertel der gesamten Getreideernte des Landes liefert. Quelle: Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
In den letzten 12 Monaten lag der Preis zwischen 179,5 EUR/mt (Woche vom 13. Okt. 2025) und 252,5 EUR/mt (Woche vom 17. Aug. 2026), +40,7% gegenüber dem Vorjahr. Teurer als 21 von 33 weiteren meldenden EU-Märkten (Woche vom 14. Sept. 2026).
Preischart
Wie dieses Jahr im Monatsvergleich zum typischen Muster der letzten Jahre für die gewählte Region abschneidet.
Bemerkenswerte Preisereignisse
- Globale Nahrungsmittelkrise 2007/08 — Dürre in wichtigen Exportländern, kombiniert mit Exportbeschränkungen mehrerer Regierungen zum Schutz der Inlandsversorgung und wachsender Nachfrage nach Biokraftstoff-Pflanzen, trieb Weizen, Reis und Mais binnen etwa einem Jahr auf damalige Rekordpreise — und löste in über 30 Ländern Lebensmittelunruhen aus.
- US-Dürre im Mittleren Westen 2012 — Die schwerste US-Dürre seit über 50 Jahren ließ die Maisernte rund 13 % unter das Vorjahresniveau fallen und trieb Mais-Futures auf einen damaligen Rekord von über 8 $/Bushel — die teuerste landwirtschaftliche Katastrophe der US-Geschichte mit geschätzten 30 Milliarden Dollar Schaden.
- Afrikanische Schweinepest in China — Die Afrikanische Schweinepest vernichtete bis Ende 2019 schätzungsweise 40-55 % des chinesischen Schweinebestands — rund 250 Millionen Tiere —, verdreifachte die chinesischen Schweinefleischpreise und ließ die Nachfrage nach Mais und Sojaschrot als Futter einbrechen: ein seltener Fall, in dem eine Tierseuche die Getreidemärkte stärker bewegte als das Wetter in jenem Jahr.
- Russlands Invasion in die Ukraine — Russlands Invasion im Februar 2022 schnitt binnen weniger Tage zwei der weltweit größten Weizen- und Maisexporteure sowie den Großteil des Sonnenblumenölangebots ab, während Sanktionen und blockierte Schwarzmeer-Routen auch russische Düngerexporte trafen — die Preise für alle vier Rohstoffe schossen fast gleichzeitig in die Höhe, ein seltener Fall, in dem ein einzelnes Ereignis so viele Märkte auf einmal bewegte.
EU-Optionen sind die wöchentlichen Referenzpreise der Europäischen Kommission selbst. Wie Währungen, Einheiten und Inflation umgerechnet werden, steht unter Wie agri.markets Preise bezieht und berechnet.
Preistabelle
Aktuelle Preise
| Zeitraum | Preis (EUR/mt) | Veränderung |
|---|---|---|
| Woche vom 14. Sept. 2026 | 252,5 | +0,0% |
| Woche vom 17. Aug. 2026 | 252,5 | +21,7% |
| Woche vom 6. Juli 2026 | 207,5 | +0,0% |
| Woche vom 8. Juni 2026 | 207,5 | +10,7% |
| Woche vom 16. März 2026 | 187,5 | +4,5% |
| Woche vom 13. Okt. 2025 | 179,5 | -19,3% |
| Woche vom 3. März 2025 | 222,5 | +0,0% |
| Woche vom 17. Feb. 2025 | 222,5 | +0,0% |
| Woche vom 3. Feb. 2025 | 222,5 | +2,5% |
| Woche vom 6. Jan. 2025 | 217 | +2,1% |
| Woche vom 9. Dez. 2024 | 212,5 | +2,4% |
| Woche vom 25. Nov. 2024 | 207,5 | -2,1% |
Jahresdurchschnitte
| Jahr | Durchschnitt (EUR/mt) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2026 (bisher) | 221,5 | +4,1% |
| 2025 | 212,8 | +7,4% |
| 2024 | 198,14 | -14,9% |
| 2023 | 232,95 | -25,9% |
| 2022 | 314,33 | +32,8% |
| 2021 | 236,76 | +48,3% |
| 2020 | 159,68 | +0,9% |
| 2019 | 158,22 | -2,2% |
| 2018 | 161,85 | +2,8% |
| 2017 | 157,39 | +2,3% |