Maispreis in Rotterdam
Aktueller Preis
278 EUR/mt
Rotterdam ist Europas größter Hafen und ein bedeutendes globales Drehkreuz für den Handel mit Agrarrohstoffen, mit direktem Seezugang zum Schwarzen Meer und den Getreide-Exportregionen Amerikas. Quelle: Port of Rotterdam.
In den letzten 12 Monaten lag der Preis zwischen 207,5 EUR/mt (Woche vom 22. Sept. 2025) und 280 EUR/mt (Woche vom 24. Aug. 2026), +31,8% gegenüber dem Vorjahr. Teurer als 27 von 30 weiteren meldenden EU-Märkten (Woche vom 31. Aug. 2026).
Preischart
Wie dieses Jahr im Monatsvergleich zum typischen Muster der letzten Jahre für die gewählte Region abschneidet.
Bemerkenswerte Preisereignisse
- Globale Nahrungsmittelkrise 2007/08 — Dürre in wichtigen Exportländern, kombiniert mit Exportbeschränkungen mehrerer Regierungen zum Schutz der Inlandsversorgung und wachsender Nachfrage nach Biokraftstoff-Pflanzen, trieb Weizen, Reis und Mais binnen etwa einem Jahr auf damalige Rekordpreise — und löste in über 30 Ländern Lebensmittelunruhen aus.
- US-Dürre im Mittleren Westen 2012 — Die schwerste US-Dürre seit über 50 Jahren ließ die Maisernte rund 13 % unter das Vorjahresniveau fallen und trieb Mais-Futures auf einen damaligen Rekord von über 8 $/Bushel — die teuerste landwirtschaftliche Katastrophe der US-Geschichte mit geschätzten 30 Milliarden Dollar Schaden.
- Afrikanische Schweinepest in China — Die Afrikanische Schweinepest vernichtete bis Ende 2019 schätzungsweise 40-55 % des chinesischen Schweinebestands — rund 250 Millionen Tiere —, verdreifachte die chinesischen Schweinefleischpreise und ließ die Nachfrage nach Mais und Sojaschrot als Futter einbrechen: ein seltener Fall, in dem eine Tierseuche die Getreidemärkte stärker bewegte als das Wetter in jenem Jahr.
- Russlands Invasion in die Ukraine — Russlands Invasion im Februar 2022 schnitt binnen weniger Tage zwei der weltweit größten Weizen- und Maisexporteure sowie den Großteil des Sonnenblumenölangebots ab, während Sanktionen und blockierte Schwarzmeer-Routen auch russische Düngerexporte trafen — die Preise für alle vier Rohstoffe schossen fast gleichzeitig in die Höhe, ein seltener Fall, in dem ein einzelnes Ereignis so viele Märkte auf einmal bewegte.
EU-Optionen sind die wöchentlichen Referenzpreise der Europäischen Kommission selbst. Wie Währungen, Einheiten und Inflation umgerechnet werden, steht unter Wie agri.markets Preise bezieht und berechnet.
Preistabelle
Aktuelle Preise
| Zeitraum | Preis (EUR/mt) | Veränderung |
|---|---|---|
| Woche vom 31. Aug. 2026 | 278 | -0,7% |
| Woche vom 24. Aug. 2026 | 280 | +8,5% |
| Woche vom 20. Juli 2026 | 258 | +5,3% |
| Woche vom 6. Juli 2026 | 245 | +0,6% |
| Woche vom 29. Juni 2026 | 243,5 | +2,1% |
| Woche vom 22. Juni 2026 | 238,5 | +5,3% |
| Woche vom 15. Juni 2026 | 226,5 | -6,2% |
| Woche vom 8. Juni 2026 | 241,5 | -0,4% |
| Woche vom 1. Juni 2026 | 242,5 | -0,6% |
| Woche vom 25. Mai 2026 | 244 | +2,1% |
| Woche vom 18. Mai 2026 | 239 | +0,8% |
| Woche vom 11. Mai 2026 | 237 | -2,1% |
Jahresdurchschnitte
| Jahr | Durchschnitt (EUR/mt) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2026 (bisher) | 235,32 | +4,5% |
| 2025 | 225,09 | +3,2% |
| 2024 | 218,08 | -13,7% |
| 2023 | 252,74 | -26,5% |
| 2022 | 344,05 | +32,2% |
| 2021 | 260,17 | +34,5% |
| 2020 | 193,44 | +7,5% |
| 2019 | 179,87 | -0,9% |
| 2018 | 181,42 | +5,1% |
| 2017 | 172,66 | +0,4% |